Wieder unterwegs, allein reisen und Wien

Nach einer gefühlten Ewigkeit, die eigentlich erst seit Oktober andauert, bin ich wieder für ein paar Tage unterwegs. Dringend notwendig: seit dem Umzug habe ich meine Kamera kaum in den Händen gehabt, bin fast nie plan- und ziellos durch Straßen gelaufen, habe mich nicht mehr von Café zu Café getrunken und Menschen beobachtet. Es ist schön, zum zweiten Mal in eine Stadt zu fahren, mit bereits absolviertem touristischen Pflichtprogramm sind meine Wege offener und die Zeit darf einfach verstreichen. Allein im Bus sitzen, allein durch die Straßen gehen, Kaffee trinken und über das nächste Wegstück entscheiden, wie ich es bisher immer gemacht habe. Ich reise gerne allein, sehr sogar. Und doch ist besonders die Zeit unmittelbar nach dem Ankommen und Gepäck loswerden seltsam: Zeit und Ort tun sich einfach so auf und bleiben erstmal offen. Nach den Monaten, die ich quasi immer in Gemeinschaft verbracht habe, braucht es etwas, das allein unter vielen wieder kennen und schätzen zu lernen. Aber nach den Stunden des Eingewöhnens werden die Schritte wieder langsamer, der Blick aufmerksamer und die Füße am Abend müder.
Alles Weitere dann in Bildern.

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