Mehr Stille

Hanna: Manchmal braucht es diesen Moment, in dem alles kurz zum Erliegen kommt. Innehält, still wird. Man nennt das: Das Glück der Lücke. Es meint die Pause zwischen zwei Sätzen, den Wechsel von Ebbe und Flut, die Entscheidung zwischen Stehenbleiben und Weitergehen. Manchmal braucht es diesen Moment, diese Stille, diese Lücke, um zu verstehen, zumindest ein wenig: Das bin ich und das ist mein Leben.

Mara: Da war sie wieder, die lang ersehnte und vermisste. Hüllte mich ein mit ihrer Sanftheit. Leiser als ein Säuseln und doch so unvorstellbar konfrontierend. Um mich herum, da war sie schon. Aber in mir, da verstärkte sie zuerst alles, grub in die Tiefe und warf es an die Oberfläche. Wir, ich, rangen. Gerade als ich dachte, ich müsste mich aus ihrer Umhüllung, der vermeintlichen Sanftheit, herausreißen warst du da und alles wurde still, um dich hören zu können.

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