Mara

Zwanzig Minuten

In Germering am Bahnhof, die S-Bahn habe ich knapp verpasst, gerade will ich mir meine Kopfhörer aufsetzen und die Wartezeit mit Podcasts überbrücken. Irgendein Radiobeitrag, eine „Bilanz“ des letzten Jahres zum Thema Flüchtlinge. Und plötzlich hält mir jemand einen Ausdruck der Apothekenumschau unter die Nase: Der menschliche Körper und seine einzelnen Körperteile in verschiedenen Sprachen Zwanzig Minuten weiterlesen

Zurück in vor einem halben Jahr

Daheim sein ist nicht nur ein bloßer Ortswechsel, sondern auch ein Situationswechsel, ein Zeitsprung. Hier sein fühlt sich nach der Zeit vor dem Abitur an, wie Schulferien. Nur ohne eigenes Zimmer, stattdessen das Gästezimmer. Auf dem Nachttisch stapeln sich die Bücher und Teetassen wie eh und je. Ferienstimmung und Münster scheint nicht nur geografisch ewig Zurück in vor einem halben Jahr weiterlesen

Angekommen sein und wieder fahren – Grenzen meiner Sprache

Mit meinem Umzug nach Münster hat hier auf dem Blog unabsichtlich eine Pause begonnen, die ich erst jetzt wieder beende, Einleben braucht in seiner ganzen Breite doch mehr Zeit, als ich zu Beginn gedacht hatte. Ich bin hier in den letzten Wochen erst wirklich angekommen, habe mich in meinen Tagesablauf eingelebt, aber noch viel wichtiger, Angekommen sein und wieder fahren – Grenzen meiner Sprache weiterlesen

Wie gut

Wie gut Ich kann beeren sammeln im wald ich dachte es gibt keinen wald keine beeren. Wie gut Ich kann liegen im schatten des baumes ich dachte die bäume geben keinen schatten mehr. Wie gut Ich bin bei dir mein herz schlägt so stark ich dachte der mensch hätte kein herz. (Rózewic Tadeusz) Dieses Gedicht Wie gut weiterlesen

Krakau II

Die Bilder sprechen eigentlich ziemlich für sich – sie zeigen Teile der Krakauer Innenstadt. Durch diese und natürlich auf den Wawelhügel wurden wir heute geführt, dementsprechend wenig Zeit ist mir für Fotos geblieben. Morgen wartet dann noch ein Vormittag mit Schreibarbeit und hoffentlich einem kurzen Stadtbummel, nachmittags haben wir noch eine Stadtführung durch das jüdische Krakau II weiterlesen

Krakau

Rund 1,5 Stunden im Bus und es gelingt mir zum Ersten Mal wieder, abzuschalten. Die Erfahrungen im Lager nicht mehr an vorderster Stelle zu haben und wieder nach links und rechts zu schauen, statt nur den Gedanken nachzuhängen. Krakau ist Abschalten, aber auch begegnen. Menschen, die lachen, vor ihren Geschäften stehen oder einfach nur auf Krakau weiterlesen

Auch in Auschwitz scheint die Sonne – Verarbeiten

Denn es ist nicht nur eine Gedenkstätte. Es gibt genauso den Ort, nach dem die Lager benannt sind. Und doch ist es ein Kontrast im Kopf, an einem Ort zu stehen, den man nur in schwarz-weiß kennt. Es ist so farbig. Und dadurch hat es mich noch viel mehr mitgenommen. Es ist alles so real, Auch in Auschwitz scheint die Sonne – Verarbeiten weiterlesen

Birkenau

Es fällt mir schon schwer, überhaupt einen Anfang zu finden, von einer Überschrift abseits des Ortes ganz zu schweigen. Birkenau ist riesig, wohin man vom Eingang aus blickt, überall ist das Lager. Teilweise stehen die Baracken noch, andere sind zerstört, nur ihre Schornsteine ragen in den Himmel. Die Größe des Lagers ist ebenso beklemmend, wie Birkenau weiterlesen